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Begriff Definition
AsphaltAsphalt bezeichnet sowohl eine natürliche als auch eine technisch hergestellte Mischung aus Bitumen und Gesteinen , die im Straßenbau verwendet wird. Aus technischen und wirtschaftlichen Gründen sind Asphaltbefestigungen in verschiedenartige Schichten unterteilt: Trag- ,Binder- und Deckschicht . Je nach Dicke und Lage liefern sie ihren Anteil zur Tragfähigkeit der Gesamtkonstruktion, sofern alle Schichten zu einem kompakten Baukörper verbunden sind.

Die häufigste Verwendung von Asphalt ist die Deckschicht . In Deutschland wurde 1838 erstmals eine Straße asphaltiert ( Hamburg , Jungfernstieg). 1851 wurde ein 78 Meter langes Stück der Fernstraße von Travers nach Paris asphaltiert. 20 Jahre später war Paris fast vollständig asphaltiert, wenig später auch andere europäische Großstädte.

Neben dem Straßenbelag bietet Asphalt noch weitere Einsatzmöglichkeiten auf Verkehrsflächen wie Flughäfen, Parkplätze, bei Schienenwegen (Einfassung von Straßenbahngleisen, beim Eisenbahnoberbau die Feste Fahrbahn) aber auch als Abdichtungssystem im Wasserbau und beim Deponiebau. In der Garten- und Landschaftsarchitektur wird zum Beispiel farbiger Asphalt eingesetzt, um Wege, Plätze und Freizeitanlagen zu gestalten.

Technisch hergestellter Asphalt
Heutzutage wird als Straßenbelag fast ausschließlich technisch hergestellter Asphalt verwendet, der aus Bitumen - ein Produkt, das bei der Erdölverarbeitung entsteht - und Gesteinskörnungen besteht und in mehreren Schichten eingebaut wird. Die Herstellung erfolgt meist in Asphaltmischanlagen . Beim Einbau muss die Unterlage sauber, trocken, schnee- und eisfrei sein.
 
AsphaltbinderschichtEine Asphaltbinderschicht wird bei stärker belasteten Straßen (ab Bauklasse III) zwischen der darunterliegenden, grobkörnigen Asphalttragschicht und der darüber liegenden, feinkörnigen Asphaltdeckschicht eingebaut. Sie überträgt die durch den Verkehr verursachten Kräfte in die unteren Schichten der Straße und verhindert Verformungen.

Bei geringer belasteten Straßen (bis Bauklasse IV) wird Asphaltbinder 0/11 zum Profilausgleich verwendet. Das erleichtert den Einbau einer gleichmäßig dicken Deckschicht mit der benötigten Ebenheit.

Es gibt vier Sorten von Asphaltbindern: 0/22S, 0/16S, 0/16, 0/11. Sie bestehen aus einer abgestuften Gesteinkskörnung - Edelsplitt, Edelbrechsand, Natursand und Gesteinsmehl - und Straßenbaubitumen oder polymermodifiziertem Bitumen als Bindemittel.
 
AsphaltdeckschichtAsphaltdeckschichten sind die obersten, direkt beanspruchten Schichten der Asphaltbefestigungen. Sie unterliegen den unmittelbaren Einwirkungen des Verkehrs, der Witterung und der Auftaumittel.

Der Einbau der Deckschichten wird in Deutschland geregelt nach ZTV Asphalt-StB und RStO. Die dort für Deckschichten vorgesehene einheitliche Dicke von 4 cm ist nicht für alle Mischgutsorten zweckmäßig: Sehr grobkörnige Mischgutsorten sollten dicker, sehr feinkörnige können dünner eingebaut werden (Faustregel: Mindesteinbaustärke = Größtkorn x3). Da die Asphaltdeckschicht speziell für die Abnutzung durch den täglichen Verkehr vorgesehen ist, sollte sie in regelmäßigen Abständen im Rahmen eines sogenannten Deckenbauprogrammes erneuert werden, um die Straße zu erhalten.

Verkehrsflächen sind so zu bauen, dass sie unter Beachtung der Wirtschaftlichkeit die gestellten Anforderungen nicht nur bei Inbetriebnahme sondern auf Dauer erfüllen, sich leicht warten lassen und überhaupt einen geringen Erhaltungsaufwand erfordern. Dafür gibt es unterschiedliche Mischgutarten. Der Unterschied besteht in der Zusammensetzung der Gesteinskörnungen und dem Bindemittelgehalt. Beim Einbauverfahren wird unterschieden zwischen Walzasphalt und Gussasphalt. Nachfolgend werden die verschiedenen Asphaltdeckschichten erläutert.
 


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